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Lexikon
 

     
 


Weiterführende Informationen oder Querverweise erhalten Sie, wenn Sie die unterstrichenen Begriffe anklicken.

 
 


Assisted Hatching


Schlüpfhilfe für Embryonen
Am Tag des Embryotransfers (ET) wird die Eihülle (Zona pellucida) des Embryos unter dem Mikroskop enzymatisch-mechanisch an einer Stelle ausgedünnt, so daß die Blastozyste später zur Einnistung besser schlüpfen kann. Häufig bei Eizellen von Frauen über 35 Jahren notwendig, bei denen die Eihülle verdickt sein kann.

 
 


Bakterien


Bakterien sind natürliche und meist nützliche Begleiter im Körper des Menschen, gerade auch im Uro-Genitalbereich.

Werden, z. B. bei Beginn einer IVF-Behandlung, vermehrt Bakterien in der Samenflüssigkeit des Mannes beobachtet, oft bei akuten Erkrankungen, wie Erkältung o. ä., sollte ca. 10 Tage vor der Samenspende eine antibiotische Behandlung des Mannes durchgeführt werden, da die Bakterien für die spätere Eizellkultur schädlich sein könnten.

 
 


Basishormonwerte


Die wichtigsten Hormone bei Mann und Frau vor Beginn einer Kinderwunschbehandlung

Das Blut dazu wird zu einem nicht-behandelten Zeitpunkt abgenommen und die Werte geben Auskunft über mögliche Störungen im Hormonhaushalt und damit Störungen der Fruchtbarkeit.

 
 


Blastozyste


Embryo
5 Tage nach der Befruchtung

Muß aus der Eihülle schlüpfen, um sich in der Gebärmutterschleimhaut einnisten zu können.

 
 


Chromopertubation

 

Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit

Während einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) wird eine Farbstofflösung durch den Gebärmutterhals gepresst und der Arzt beobachtet durch das Endoskop, ob aus den Eileiterenden (Fimbrientrichtern) Farbstofflösung austritt.

 
 


Curettage


Ausschabung
Auch Entnahme einer Probe der Gebärmutterschleimhaut zur Überprüfung eventueller Zellveränderungen.

 
 


Embryo,
Embryonen

 


Entwicklungsstadium einer befruchteten Eizelle
Zwei Tage nach der Befruchtung hat sich aus der Eizelle ein Zweizell-Embryo gebildet. Am dritten Tag kann man einen Vierzell- oder Achtzell-Embryo sehen. Nach fünf Tagen ist der Embryo zur Blastozyste herangewachsen und könnte sich in die Gebärmutterschleimhaut einnisten.

 

 
 


Embryotransfer,
ET

 


Rückübertragung von 1-3 Embryonen in die Gebärmutter der Frau nach einer IVF (In-vitro-Fertilisation) mit oder ohne ICSI-Behandlung (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion).

 
 


Endometriose


Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter

Häufige Ursache der weiblichen Unfruchtbarkeit durch Verwachsungen oder Eileiterschädigung.

 

 
 


Fertilisierung


Befruchtung einer Eizelle

 
 


Follikelpunktion


Eizellentnahme

Operativer Eingriff in Vollnarkose, bei dem unter Ultraschallsicht der Inhalt der Eibläschen auf den Eierstöcken mit einer langen Hohlnadel durch das hintere Scheidengewölbe abgesaugt wird. In der abgesaugten Follikelflüssigkeit werden dann im IVF-Labor unter dem Mikroskop die darin schwimmenden Eizellen gesucht.

 
 


Frühabort


Frühe Fehlgeburt

Bis zur 12. Schwangerschaftswoche enden etwa 30% der Schwangerschaften in einer Fehlgeburt. Es gibt dafür viele Ursachen. Die häufigste sind Chromosomenstörungen beim sich entwickelnden Embryo.

 
 


Hepatitis


Gelbsucht

Viruserkrankung der Leber

 
 


HIV


H
uman Immunodeficiency Virus

Erreger von AIDS

 
 


Hormone


Körpereigene Wirkstoffe, die den Stoffwechsel im menschlichen Körper regeln

 
 


Hysteroskopie


Spiegelung der Gebärmutter von der Scheide aus

 
 


ICSI


I
ntraCytoplasmatische SpermienInjektion

Mikroinjektion einer einzelnen Samenzelle in eine einzelne Eizelle. Zusatzbehandlung zur IVF (In-vitro-Fertilisation), wenn zu wenige, zu unbewegliche oder zu funktionsuntüchtige Samenzellen vorhanden sind. Ein weiterer Grund ist, wenn es in einer vorherigen herkömmlichen In-vitro-Fertilisation nicht zu einer Befruchtung der Eizellen gekommen ist.

 
 


Implantation


Einnistung eines Embryos in die Gebärmutterschleimhaut

 
 


Infertilität


Unfähigkeit der Frau eine Schwangerschaft bis zu einem lebensfähigen Kind auszutragen, obwohl eine Empfängnis möglich ist.

 
 


Insemination


Einbringen von aufbereiteten Samenzellen in die Gebärmutter der Frau

Bei der homologen Insemination werden Samenzellen des Ehemannes/Partners verwendet.

Bei der heterologen Insemination werden Samenzellen eines gesunden Samenspenders verwendet. Die tiefgefrorenen Samenzellen werden von einer Samenbank abgerufen. Wird nur durchgeführt, wenn der Ehemann/Partner absolut zeugungsunfähig ist.

 
 


IVF


I
n-Vitro-Fertilisation  
auch Reagenzglasbefruchtung genannt.
Nach der Follikelpunktion und der Spermien-aufbereitung werden Ei- und Samenzellen gemeinsam in einer Nährflüssigkeit über Nacht in einem Brutschrank bei Körpertemperatur belassen. Nach 16-20 Stunden ist eine Befruchtung der Eizellen (Vorkernstadium) erkennbar. Nach weiteren 24 Stunden werden die nun daraus entstandenen Embryonen (max. 3) beim ET in die Gebärmutter der Frau zurückgegeben.

 
 


Kryokonservierung


Einfrieren von befruchteten Eizellen im Vorkernstadium

Einfrieren von Samenzellen oder Hodengewebe nach einer Hodenbiopsie

 
 


Mehrlingsschwangerschaft


Da bei einem Embryotransfer nach IVF oder ICSI bis zu 3 Embryonen übertragen werden, kann daraus eine Mehrlingsschwangerschaft (Zwillinge oder Drillinge) entstehen.

Nach dem Deutschen IVF-Register (DŸIŸR) ergaben sich in Deutschland im Jahre 1998 nach einer IVF-Behandlung etwa 23% Zwillinge und etwa 4% Drillinge.

 
 


MESA


M
icrosurgical Epididymal Sperm Aspiration

Mikrochirurgische Entnahme von Spermien aus dem Nebenhoden des Mannes

 
 


Monitoring


Ultraschallüberwachung des Wachstums der Eibläschen während einer Stimulation

 
 


Myomenukleation


Operatives Entfernen von Myomen (gutartigen Geschwulsten der Gebärmutterwand), oft laparoskopisch durchführbar.

Myome können u. a. durch ihre Größe eine Schwangerschaft behindern.

 
 


OHSS


O
varian HyperStimulation Syndrome, Überstimulationssyndrom

Risiko bei einer Stimulationsbehandlung, wenn die Ovarien durch die Hormone zu groß werden und es dadurch zu Schmerzen und Kreislauf-problemen kommt. In extremen Fällen ist eine stationäre Behandlung in einer Klinik erforderlich.

 
 


Ovar,
Ovarien


Eierstock, Eierstöcke

weibliches Organ, an dessen Oberfläche die Eibläschen heranreifen

 
 


Ovulation


Eisprung

Im natürlichen Zyklus wird beim Eisprung die herangereifte Eizelle in den Bauchraum entlassen und vom Fimbrientrichter des Eileiters aufgenommen. Im Eileiter findet dann die Befruchtung durch die Samenzellen statt.

 
 


PCO-Syndrom


P
olyCystisches Ovar Syndrom

Multifaktorielles Krankheitsbild bei manchen Frauen mit ausbleibender oder gestörter Regel. Vergrößerung der Eierstöcke durch Bildung vieler kleiner Zysten, die meist keine oder unreife Eizellen enthalten. Vermehrte Bildung männlicher Hormone.

 
 


Röteln


Viruserkrankung

Hohe Gefährdung der Schwangerschaft in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten. Die meisten Frauen sind als Kind gegen Röteln geimpft worden. Der Impfschutz muß vor einer Kinderwunschbehandlung immer überprüft werden.

 
 


Schwangerschaftstest


Kontrolle des Schwangerschaftshormons ß-hCG (Humanes Choriongonadotropin) im Blut

Wird nach einer Kinderwunschbehandlung etwa 14 Tage nach dem Embryotransfer oder der Insemination durchgeführt.

 
 


Spendersamen


Tiefgefrorene Samenzellen eines gesunden Samenspenders für die heterologe Insemination.

Wird nur durchgeführt, wenn der Ehemann/ Partner absolut zeugungsunfähig ist.

 
 


Sperma-Antikörper


Gegen Samenzellen gerichtete Antikörper (körpereigene Abwehrstoffe) bei Mann und Frau

 
 


Spermiogramm


Untersuchung der Samenflüssigkeit auf Anzahl, Beweglichkeit und Aussehen der Samenzellen

 
 


Sterilität


Zustand der Unfruchtbarkeit

Klinisch bedeutsam als ungewollte Kinder-losigkeit eines Paares über ein bis zwei Jahre trotz regelmäßigen ungeschützten Verkehrs.

Primäre Sterilität: ohne bisherige Empfängnis

Sekundäre Sterilität: nach bereits voran-gegangener Schwangerschaft

 
 


Stimulation
Stimulationsbehandlung

 


Verabreichung von Hormonen in Form von Tabletten oder Spritzen, um auf den Eierstöcken mehrere Eibläschen wachsen zu lassen.

Vergrößert die Chance eines Erfolges einer Kinderwunschbehandlung.

 
 


Subfertilität


meist männliche Subfertilität

Einschränkung der Fruchtbarkeit des Mannes von minimal bis hochgradig

 
 


TESE


TE
sticular Sperm Extraction

Gewinnung von Samenzellen aus Hodengewebe

 
 


Toxoplasmose


Eine Erkrankung in der Schwangerschaft kann zu

einer Früh- oder Totgeburt führen.

Der Erreger wird durch Kontakt mit Katzenkot oder Verzehr von rohem Fleisch übertragen.

 
 


Tubargravidität


Extrauteringravidität (EUG), Eileiterschwangerschaft

Einnistung und Wachstum eines Embryos im Eileiter. Führt zu starken Blutungen und kann für die Mutter lebensbedrohlich werden. Muß operativ entfernt werden, auch laparoskopisch möglich.

 
 


Tubenverschluss


Verschluß eines oder beider Eileiter

Einer der Hauptgründe für die Notwendigkeit einer Künstlichen Befruchtung bei ungewollter Kinderlosigkeit.

 
 


Tumormarker


Bezeichnung für Substanzen, deren Nachweis eine Aussage über Vorliegen, Verlauf oder Therapieerfolg einer Krebserkrankung ermöglicht.

 
 


Vorkernstadium


auch imprägnierte Eizelle
Eizelle im Anfangsstadium der Befruchtung
Im Innern der Eizelle ist der männliche und der weibliche Zellkern noch getrennt zu sehen.
In diesem Entwicklungszustand darf man eine Eizelle noch einfrieren.

 

 
   

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