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wenn Sie es wollen |
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6.3 So sieht der zeitliche Ablauf aus Manchmal stellt es sich schon nach der ersten Befragung heraus: Der Geschlechtsverkehr war zu selten oder zur falschen Zeit. Zykluskontrolle und Sex zum richtigen Zeitpunkt helfen dann schon. Hat sich aber eine Störung der Eizellreifung herausgestellt, ist meist die Gabe von Medikamenten nötig. |
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Ab dem 8. Zyklustag kontrollieren wir die Eizellreifung mittels Ultraschall und Blutuntersuchungen. Die Dosis des Hormons wird entsprechend dem Erfolg angepasst. Ist der Follikel groß genug, wird der Eisprung mit einem weiteren Hormon, dem humanen Choriongonadotropin (hCG), ausgelöst. |
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Anschließend erfolgt die Befruchtung entweder durch Geschlechtsverkehr oder mit Hilfe der Insemination.
Insemination
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In der Regel ist gleichzeitig eine Stimulation der Eizellreifung sinnvoll. Meistens dann, wenn zusätzlich zur eingeschränkten Fruchtbarkeit des Mannes auch Zyklusstörungen der Frau vorliegen, oder die schlechte Spermienqualität durch das Vorhandensein mehrerer Eizellen (1-3) ausgeglichen werden soll.
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In-vitro-Fertilisation (IVF) |
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Bei dieser Form der Behandlung erfolgt die Befruchtung außerhalb
des Mutterleibes: Ei- und Samenzellen werden in einer Glasschale zusammengebracht und
nach der Befruchtung über einen dünnen Schlauch (Katheter) zurück in
die Gebärmutter gegeben. |
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In einem ersten Schritt werden die Eierstöcke mit Fruchtbarkeitshormonen zur Reifung mehrerer Eizellen angeregt. Dies erhöht die Erfolgsaussichten der Behandlung. Es werden die gleichen Präparate wie bei einer normalen Stimulation verwendet, jedoch in höherer Dosierung |
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Gewonnen wurden die Präparate bislang aus dem Urin von
Frauen, die in den Wechseljahren sind. Seit 1996 gibt es aber auch biotechnologisch
hergestellte Fruchtbarkeitshormone (Follitropin), die durch absolute Reinheit gekennzeichnet
sind. Es wird weniger Hormon zur Stimulation benötigt. Die Präparate haben
immer die gleiche Qualität. |
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Mit Hilfe des Ultraschalls und einer feinen Nadel werden die Eizellen meist durch die Scheide gewonnen. Anschließend werden die gewonnenen Eizellen mit den Samenzellen in einer Nährflüssigkeit im Labor zusammengebracht. |
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In der Regel verbleiben Ei- und Samenzellen 24 Stunden in einem Wärmeschrank bei 37(o) C. Nach dieser Zeit prüfen wir, ob es zu einer Befruchtung gekommen ist. Wenn ja, übertragen wir nach weiteren 24 Stunden maximal drei befruchtete Eizellen in die Gebärmutterhöhle (Embryotransfer). |
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Das Einfrieren von Eizellen (Kryokonservierung)
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Nach der hormonellen Stimulation lassen sich durchschnittlich 3 bis 10 Eizellen gewinnen. Dies ist auch gewünscht, da nicht alle Eizellen für die Befruchtung geeignet sind. Pro Zyklus dürfen maximal 3 befruchtete Eizellen in die Gebärmutter übertragen werden, um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu begrenzen. |
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Wenn die Spermien in mehr als 3 Eizellen eingedrungen sind, aber noch keine Verschmelzung der Erbanlagen stattgefunden hat (Vorkernstadium), besteht die Möglichkeit, diese Zellen einzufrieren, sofern sie dafür als geeignet erscheinen. Solange die Erbinformationen von Vater und Mutter noch nicht verschmolzen sind, gilt die Eizelle mit dem Spermium noch nicht als Embryo, also noch nicht als "werdendes Leben". |
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Die Eizellen können in späteren Zyklen aufgetaut und - wie üblich, nach der Verschmelzung, also im Embryonalstadium - in die Gebärmutter übertragen werden. Das Verfahren ist bewährt und sicher, führt jedoch möglicherweise zu niedrigeren Schwangerschaftsraten als bei nicht tiefgefrorenen Eizellen. Auch entwickeln sich nicht alle aufgetauten Eizellen zu Embryonen weiter. |
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Die Mikro-Injektion ist eine Weiterentwicklung der In-vitro-Fertilisation. Ebenso wie bei der IVF werden der Frau nach einer Hormonstimulation mehrere reife Eizellen entnommen. Unter einem speziellen Mikroskop wird dann ein einzelnes Spermium in eine dünne Pipette aufgezogen und direkt in die Eizelle eingebracht. Das Verfahren heißt deshalb auch intracytoplasmatische Spermieninjektion, kurz ICSI. |
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Diese Methode ist besonders erfolgreich, wenn die Ursache für die Kinderlosigkeit beim Mann liegt, z.B. weil er nur wenige Spermien produziert oder die vorhandenen kaum beweglich sind. Bei der Befruchtung in der Glasschale schaffen es diese Spermien nicht, die Hülle zu durchdringen, von der die Eizelle umgeben ist. Die Mikro-Injektion ahmt somit den natürlichen Vorgang des Eindringens einer Samenzelle in die Eizelle nach. Die eigentliche Befruchtung, nämlich das Verschmelzen der väterlichen und mütterlichen Erbanlagen, ist davon nicht betroffen. |
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MESA /TESE |
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Ist überhaupt kein Spermium im Samenerguss vorhanden, z.B. bei inoperablen Samenleiterverschlüssen oder nach Tumoroperationen, heißt dies nicht, dass die Medizin am Ende ist. Oft befinden sich befruchtungsfähige Spermien im Nebenhoden oder Hoden. |
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MESA steht für epididymale Spermienaspiration und meint die Gewinnung von Spermien aus dem Nebenhoden. TESE steht für testikuläre Spermienextraktion. Dabei wird eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem Hoden entnommen. Durch diese Verfahren können in bis zu 75% der Fälle doch noch Spermien gefunden werden. Beide Verfahren werden mit der Mikro-Injektion kombiniert. Die Entnahme des Hoden- oder Nebenhodengewebes ist ein kleiner chirurgischer Eingriff. Das Gewebe kann anschließend tiefgefroren werden. Die Entnahme ist oft nur einmal notwendig. |
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Das Einfrieren von Eizellen (Kryokonservierung) |
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Nach der hormonellen Stimulation lassen sich durchschnittlich 3 bis 10 Eizellen gewinnen. Dies ist auch gewünscht, da nicht alle Eizellen für die Befruchtung geeignet sind. Pro Zyklus dürfen maximal 3 befruchtete Eizellen in die Gebärmutter übertragen werden, um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu begrenzen.
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Folgende Voraussetzungen müssen für eine medizinisch unterstützte Befruchtung erfüllt sein |
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Nicht immer sind die Ursachen so schnell gefunden, dass
sofort eine Behandlung beginnen kann. Jede Behandlung muss sorgfältig geplant
werden. Besonders die IVF- und ICSI-Behandlungen erfordern eine perfekte Zeiteinteilung.
Denken Sie also eher langfristig, so vermeiden Sie Enttäuschungen und Frustration.
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Die IVF-Behandlung besteht aus verschiedenen Phasen, die wir
Ihnen im folgenden schildern wollen. Natürlich wird jede Behandlung individuell
auf Sie abgestimmt. Deshalb kann es im Einzelfall auch zu Abweichungen von dem hier
skizzierten Ablauf kommen. |
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Vorbereitungsphase
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Daran müssen Sie denken.... Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt sollten Sie zu Beginn des Zyklus telefonischen Kontakt mit der Praxis aufnehmen und sich einen Termin für die Down-Regulation geben lassen. Mit der Down-Regulation wird in der Regel zwischen dem 18. und 23. Zyklustag (Long Protokoll) oder am 1.Blutungstag des Stimulationszyklus (Short Protokoll) begonnen. |
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Bitte rufen Sie zu Beginn des Stimulationszyklus in der Praxis an, auch dann, wenn die Blutung zum erwarteten Zeitpunkt ausbleibt. Um den Erfolg der Down-Regulation zu kontrollieren, ist manchmal noch eine Ultraschalluntersuchung oder eine Hormonbestimmung notwendig.
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Stimulationsphase Die eigentliche Stimulation der Eierstöcke mit follikelstimulierendem Hormon (FSH) beginnt meistens am dritten Tag des Zyklus. Durch die hormonelle Stimulation regen wir mehrere Follikel zum Wachstum an, mit dem Ziel, auch mehrere Eizellen zu gewinnen. Dies erhöht die Chancen der Behandlung. Die Stimulation dauert etwa 11 bis 13 Tage. Während dieser Zeit wird Ihnen täglich eine bestimmte Menge Hormon gespritzt. Bei hochreinem FSH können Sie oder Ihr Partner dies selbst tun, wenn Sie es wollen, und müssen dann nicht jeden Tag zum Arzt. |
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Daran müssen Sie denken.... |
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Die Medikamente müssen täglich gespritzt werden, am
besten immer zur gleichen Tageszeit. Nach ungefähr 7 Stimulationstagen kontrollieren
wir mehrmals die Eizellreifung durch Ultraschall und Hormone im Blut, um den günstigsten
Zeitpunkt zur Gewinnung reifer befruchtungsfähiger Eizellen herauszufinden. |
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Auslösen des Eisprungs Sobald die Untersuchungen zeigen, dass der optimale Zeitpunkt zum Auslösen des Eisprungs gekommen ist, in der Regel nach 11 bis 13 Stimulationstagen, wird die FSH-Behandlung abgesetzt. Anschließend wird der Eisprung durch eine hCG-Spritze ausgelöst. |
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Daran müssen Sie denken....
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Eizellentnahme 34-36 Stunden später, d.h. am übernächsten Tag nach der hCG-Spritze, werden die Follikel mit Hilfe der Ultraschalltechnik und einer feinen Nadel meist durch die Scheide gewonnen (Follikelpunktion). Um Ihnen diesen Eingriff zu erleichtern, wird Ihnen entweder ein kleines Schmerz- oder Beruhigungsmittel oder eine schwache Narkose verabreicht. |
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Daran müssen Sie denken....
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Embryotransfer Ist im Nährmedium mindestens ein Embryo herangereift, wird dieser in einem dünnen biegsamen Katheter in die Gebärmutterhöhle oder in den intakten Eileiter übertragen. Diese Übertragung ist im allgemeinen schmerzlos. Pro Transfer werden maximal drei befruchtete Eizellen übertragen. Ob Ihr Mann beim Embryotransfer dabei ist, sollten Sie gemeinsam entscheiden. |
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Gelbkörperphase / 2. Zyklushälfte |
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Nun beginnt die lange Zeit des Wartens, die oft schwierig zu
ertragen ist, weil sie mit großer innerer Anspannung und Unruhe verbunden sein
kann. Auch wenn es schwer fällt, versuchen Sie ruhig zu sein und ein "normales
Leben" zu führen. Körperlich sollten Sie sich etwas schonen und eine
starke Temperaturerhöhung oder Kreislaufbelastung vermeiden; dies beinhaltet Saunabesuche,
heiße Wannenbäder bzw. intensive Sonnenbäder und extreme sportliche
Aktivitäten. Medikamentös wird die 2. Zyklushälfte oft entweder durch
hCG-Spritzen oder durch Progesteron in Form von Zäpfchen oder ebenfalls Spritzen
unterstützt. Zwei Wochen nach dem Embryotransfer wird ein Schwangerschaftstest
durchgeführt. Sollte dieser positiv sein und die Periode weiterhin ausbleiben,
erfolgt etwa drei Wochen später eine Ultraschalluntersuchung, zur klinischen Bestätigung
der Schwangerschaft. |
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