IUI (Intrauterine Insemination)

mit und ohne hormonelle Stimulation

Bei einer leichten Einschränkung der Spermienfunktion kann eine Inseminationsbehandlung durchgeführt werden. Bei dieser Behandlung werden die Spermien im Labor zunächst untersucht und dann für die Behandlung aufbereitet.

Die Insemination, also das Einbringen der Spermien, wird zum Zeitpunkt des Eisprungs durchgeführt. Sie kann im spontanen Zyklus, d.h. ohne Hormonbehandlung oder mit hormoneller Unterstützung erfolgen.

Die Spermien werden mit einem dünnen Kunststoffkatheter direkt in die Gebärmutter eingeführt, dadurch wird die Chance auf eine Schwangerschaft wesentlich verbessert. Die Insemination führen wir ambulant durch; sie dauert nur wenige Minuten.

Sie ist im Allgemeinen schmerzfrei und kann ohne Narkose durchgeführt werden.

AID (Artificial Insemination by Donor Semen)
Insemination mit Spendersamen Hat der Mann keine eigenen Spermien, können
Spendersamen verwendet werden.

 

Zyklusüberwachung/VZO

Verkehr zum Optimum

Eine Zyklusüberwachung wird mit Ultraschall- und Hormonuntersuchungen durchgeführt, um den Eis prung festzustellen. Zu diesem optimalen Zeitpunkt sollte der Geschlechtsverkehr stattfinden.

Voraussetzungen sind mindestens ein durchgängiger Eileiter bei der Frau und eine gute Spermienqualität beim Mann.

 

In vitro Fertilisation

Unter In-vitro-Fertilisation versteht man die Befruchtung der Eizelle außerhalb des Körpers im Labor.

Zur Vorbereitung wird in der Regel eine Hormonbehandlung durchgeführt. Dadurch können wir mehrere Eizellen zur Reifung bringen.

Um die Zyklusmitte, zumeist um den 12.-16. Tag, werden die Eizellen bei der Follikelpunktion entnommen. Die Entnahme wird in einer kurzen und nicht belastenden Vollnarkose unter Ultraschallkontrolle durch geführt.

Der Eingriff dauert etwa 15 Minuten und erfolgt ambulant.

Die entnommenen Eizellen werden mit den aufbereiteten Spermien des Mannes im Labor zusammengebracht. Nach etwa 2 bis 5 Tagen werden die Embryonen mit Hilfe eines dünnen Kunststoffkatheters durch die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingesetzt. Der Embryotransfer dauert nur wenige Minuten, ist in der Regel schmerzfrei, und wird ebenfalls ambulant und ohne Narkose durchgeführt.

 

Intracytoplasmatische Spermieninjektion

Die ICSI wird bei hochgradiger Einschränkung der Spermienqualität durchgeführt.

Zu Beginn des Zyklus wird eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke durchgeführt, um mehrere Eizellen zur Reifung zu bringen.

Zur Zyklusmitte werden die Eizellen bei der Follikelpunktion entnommen. Die Entnahme wird unter Ultraschallkontrolle in einer kurzen und nicht belastenden Vollnarkose durchgeführt.

Anschließend werden im Labor die besten Spermien ausgewählt und unter einem speziellen Mikroskop jeweils eines direkt in die Eizelle eingebracht.

Nach 2 bis 5 Tagen können die Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt werden. Dabei werden sie mit Hilfe eines dünnen Kunststoffkatheters durch die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingesetzt. Der Embryotransfer dauert nur wenige Minuten und wird ebenfalls ambulant durchgeführt. Der Eingriff ist in der Regel schmerzfrei und kann ohne Narkose durchgeführt werden.


In der anschließenden Gelbkörperphase wird das Einnisten des Embryos durch Hormone unterstützt.

Etwa zwei Wochen nach dem Embryotransfer kann ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden

 

Einfrieren von Zellen

Sind mehr befruchtete Eizellen entstanden, als für den Embryotransfer verwendet werden können, besteht die Möglichkeit diese Zellen einzufrieren und in flüssigem Stickstoff bei -196°C zu lagern. Dieses Verfahren ist auch für Spermien aus Ejakulat und Nebenhoden, sowie für Hodengewebe, Eierstocksgewebe und unbefruchtete Eizellen möglich.Dabei werden diese Gewebe mit Hilfe eines computergesteuerten Verfahrens auf schonende Weise konserviert. Dadurch wird es möglich, diese Zellen auch nach einem langen Zeitraum für eine Behandlung zu verwenden.

 

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Blastozystenkultur hilfreich. Hierbei kultivieren wir die Embryonen über einen Zeitraum von bis zu 5 Tagen im Brutschrank.

 

Schlüpfhilfe

Ist die Hülle eines Embryos zu dick oder ver-
dichtet, kann diese an einer Stelle etwas aus-
gedünnt werden. So kann der Embryo beim Ein-
nisten besser aus seiner Hülle schlüpfen.